Manual-medizinische Diagnose + Therapie
Bei der manuellen Medizin untersucht der Arzt mit seinen Händen sehr genau die einzelnen Abschnitte des Körpers. So können auch Beschwerden erfasst werden, die bei radiologischen Untersuchungen nicht erkannt werden.
Bei der Untersuchung wird darauf geachtet, den Menschen in seiner Gesamtheit zu erfassen, da einzelne Beschwerden immer auch Auswirkungen auf andere Regionen des Körpers haben können.
Die erfassten Beschwerden können im Rahmen derselben Sitzung behandelt werden.
Klassische Anwendungsmöglichkeiten:
- Kreuzschmerzen
- Kopfschmerzen
- Beckenfehlstellungen
- Verminderte Beweglichkeit eines Gelenks
Therapie von schmerzhaften Nerven: Perineurale Injektionstherapie (PIT)
Die perineurale Injektionstherapie (PIT) ist eine Methode zur Linderung von Nervenschmerzen (neuropathischen Schmerzen). Bei dieser Therapie wird eine Glukoselösung mit einer dünnen Nadel in die Nähe eines schmerzhaften Nervs injiziert.
Diese Therapie wurde von dem neuseeländischen Arzt Dr. John Lyftogt entwickelt.
Dr. Wohlschlager hat mehrere Fortbildungen zu dieser Form der Schmerztherapie absolviert und wendet sie erfolgreich seit 2022 in seiner Praxis an. Er zählt zu den wenigen Ärzten im deutschsprachigen Raum, die diese Therapie anbieten.
Warum verbessern sich Nervenschmerzen, wenn eine glukosehaltige Lösung zum Nerv hingespritzt wird?
Bei entzündeten Nerven ist der TRPV-1 Rezeptor* „überreguliert“. Die Infiltration von einer 5% Glukoselösung dürfte durch eine „Runterregulierung“ des TRPV-1 Rezeptors zu einer Schmerzreduktion führen.
Eine Schmerzreduktion ist in der Regel innerhalb von wenigen Minuten nach Verabreichung festzustellen.
Die Lösung enthält kein Lokalanästhetikum!
* (transient receptor potential vanilloid – Type 1)
Wie häufige wendet man diese Therapie an? In welchen Abständen?
Gewöhnlich 3-5 mal. Der Zeitabstand zwischen 2 Therapien beträgt in der Regel 1 Woche, wobei dieses Intervall bei Patienten mit moderaten Nervenschmerzen auch auf mehrere Wochen verlängert werden kann.
Ist diese Therapie schmerzhaft?
Die meisten Patienten beschreiben diese Therapie als nicht bzw. wenig schmerzhaft. Es werden sehr dünne Nadeln zur Verabreichung der Lösung verwendet. Mit diesen wird der Nerv mit der Flüssigkeit „umspült“.
Bei welchen Krankheitsbildern kann diese Therapie angewendet werden?
- Klassischen Nervenschmerzen wie bei der „Ischialgie“
- Chronische Schmerzen des Bewegungsapparats
- Bei Verletzungen und Beschwerden, wo es zu keinem „gewöhnlichen“ Heilungsverlauf kommt (auch nach Operationen)
- Morbus Sudeck- Chronisch regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Die Therapie ist sehr nebenwirkungsarm. Die Applikation von Glukose hat (im Gegensatz zu Cortison) keine systemischen Nebenwirkungen.
Mögliche (lokale) Nebenwirkungen sind prinzipiell selten und abhängig vom Injektionsort; in manchen Fällen kann ein Bluterguss auftreten. Auch eine Infektion und kurzfristige Schmerzen nach Infiltration können auftreten.
Gibt es Studien, die die Wirksamkeit von Glukoseinfiltrationen bei Nervenschmerzen bestätigen?
Ja.
Unter anderem in dem renommierten Journal „Mayo clinic proceedings“. Studie Carpal Tunnel Syndrom: Zur Studie
Eine Studie zum Wirkmechanismus bei Nervenschmerzen: Zur Studie
Leide ich an Nervenschmerzen?
Nervenschmerzen treten oftmals in Ruhe auf (Nachtschmerz, Schmerzen beim Sitzen). Wenn Nervenschmerzen akut sind, bestehen sie permanent und schränken den Alltag und das Wohlbefinden sehr stark ein. Häufig wird von Patienten auch ein Kribbeln, Einschlafen bzw eine Gefühlslosigkeit in einem bestimmten Teil des Körpers beschrieben.
Schmerzhafte Nerven reagieren immer schmerzhaft auf Zug/Dehnen sowie auf Druck.
In den meisten Fällen kann im Rahmen einer klinischen Untersuchung in unserer Praxis festgestellt werden, ob sie an Nervenschmerzen leiden.
Weitere Informationen:
Eine SWR-Dokumentation über unterschiedliche Schmerztherapien. In dieser Dokumentation wird die Perineurale Injektionstherapie unter dem Namen FMT (Faszienmeridiantherapie) vorgestellt. Zur Doku
Informationen zu dieser Therapie von Dr. John Lyftogt: www.lyftogtmed.com
Proliferations-Therapie
Die Proliferationstherapie wurde zuerst in den 1940er Jahren von dem amerikanischen Orthopäden George Hackett beschrieben. Er stellte fest, dass chronische Schmerzen vielfach durch eine Schwäche des Bindegewebes (insbesondere des Bandapparats) bedingt sind.
Auf Grund von schlechter Durchblutung der Sehnen kommt es dort auch zu keiner ausreichenden Heilung. Hackett stellte jedoch fest, dass es durch gezielte Infiltrationen in diese schmerzhaften Bänder nach einer anfänglichen Entzündung zur Einwanderung und zum Wachstum von Zellen kommt („proliferation”). Dadurch kann eine körpereigene Heilung des betroffenen Gewebes (Regeneration) stattfinden, was zu einer Verringerung der Schmerzen führt.
Der Orthopäde Hackett machte die Beobachtung, dass durch diese Therapie vielen seiner Patienten mit therapieresistenten Kreuzschmerzen langfristig geholfen werden konnte. Seine Ergebnisse veröffentlichte er in diversen Studien.
In den letzten Jahren wurden weitere wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die den Nutzen dieser Therapie belegen. Der große Vorteil der Proliferationstherapie ist, dass die eigentliche Ursache der Schmerzen behandelt und eine körpereigene Regeneration in die Wege geleitet wird. Infiltriert werden ausschließlich cortisonfreie Lösungen.
In der Regel sind 3-5 Behandlungen über einen Zeitraum von ca. 6 Monate erforderlich, um eine Heilung des betroffenen Gewebes zu erzielen.
Übersicht über rezente Studien zur Proliferationstherapie: hier herunterladen
Eigenblut-Therapie
Die Eigenbluttherapie kommt sowohl bei Sportverletzungen als auch bei Arthrose zum Einsatz.
Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf folgender Seite:

Kreuz-Schmerzen
Rund 2 Millionen Österreicher/-innen leiden unter Kreuzschmerzen. Diese Schmerzen treten meist von Zeit zu Zeit auf, im schlechtesten Falle bestehen sie auch permanent (chronische Kreuzschmerzen).
Eine radiologische Abklärung mittels Röntgen oder CT- bzw MRT Untersuchung bringt nur in 20 % der Fälle eine Diagnose, die die Ursache der Schmerzen erklärt.
In den anderen 80 % der Fälle spricht man von unspezischen Kreuzschmerzen; das heißt, dass man die Ursache der Schmerzen nicht kennt.
Häufig lässt sich jedoch durch eine genaue manulamedizinische Untersuchung die Ursache für die Beschwerden feststellen. Wenn diese erst einmal geklärt ist, kann auch mit einer individuellen, zielgerichteten Therapie begonnen werden.
Dies wiederum ist die Grundlage dafür, dass Schmerzen nicht chronisch werden.
Chronische Schmerzen
Schmerzen, die nicht adäquat behandelt werden, können zu chronischen Schmerzen werden.
Deswegen muss es das Ziel sein, Schmerzen frühzeitig und erfolgreich zu behandeln, so dass es erst gar nicht zur Chronifizierung kommt.
Doch selbst wenn chronische Schmerzen vorliegen, kann eine zielgerichtete Therapie zur Reduktion von Schmerzen beitragen und so wieder mehr Lebensqualität und Gesundheit für den Betroffenen ermöglichen
Dr. Johannes Wohlschlager behandelt Patienten mit chronischen Schmerzen.
Bei der Therapie kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz, wobei in seiner Praxis keine medikamentöse Schmerztherapie durchgeführt wird.

Arthrose-Therapie
Die Arthrose zählt mittlerweile zu den Volkskrankheiten unserer Gesellschaft und kann zu einer deutlicher Einschränkung der Lebensqualität führen.
Die letzte Therapieoption bei der Arthrose stellt der künstliche Gelenksersatz dar.
In vielen Fällen kann Patienten aber auch ohne Operation wieder ihre Lebensqualität zurückgegeben werden- mit einer entsprechenden Therapie.
Dr. Johannes Wohlschlager hat sich auf die nicht operative Therapie von Arthrosen spezialisiert.
Sportverletzungen + Überlastungsschäden
Im Rahmen der Sportausübung kann es sowohl zu akuten Verletzungen (z.B. Kreuzbandriss) als auch zu Überlastungsschäden (z.B. Läuferknie) kommen.
Egal, um welche Art der Verletzung oder Einschränkung es sich handelt, ist eine schnelle, zielgerichtete Therapie erforderlich, um längere Verletzungspausen zu vermeiden.
Dr. Johannes Wohlschlager hat sich auf die nicht operative Therapie von Sportverletzungen spezialisiert. Es werden auch Sportler betreut, die auf Grund von Schwierigkeiten in der Rehabilatation nach einer Verletzung nicht in der Lage sind, wieder ihren Sport auszuüben.
Sollte eine operative Therapie erforderlich sein, werden sie darüber aufgeklärt und an einen chirurgisch tätigen Kollegen weiterüberwiesen.
Arbeitsplatz + Schmerzen
Einseitige Belastungen am Arbeitsplatz stellen eine häufige Ursache für Schmerzen und Krankenstände dar. Um nicht länger in der Arbeit auszufallen sind eine genau Abklärung und eine zielgerichtete Therapie erforderlich.
Außerdem ist in vielen Fällen eine Beratung bezüglich der Ergonomie am Arbeitsplatz notwendig.
Als Arzt und Arbeitsmediziner kann Dr. Johannes Wohlschlager sowohl behandeln, als auch aus arbeitsmedizinischer Sicht beraten.
Kinesiotaping
Die Verwendung von elastischen Tapes (Kinesiotapes) kann zu einer Reduktion von Schmerzen und Schwellungen führen. Außerdem können damit Gelenke stabilisiert werden.
Das Tapen wird häufig mit anderen Therapieformen kombiniert.
Repuls-Therapie
Bei der Repuls Therapie kommt gepulstes, kaltes Rotlicht zur Verwendung. Diese Behandlung fördert die körpereigene Regeneration und wird erfolgreich in der Behandlung von Schmerzen des Bewegungsapparats eingesetzt
Termin und Kontakt
Termin ausschließlich nach Vereinbarung.
Selbstverständlich bemühen wir uns, Ihnen bei akuten Beschwerden kurzfristig einen Termin anzubieten. Leider wird das in der Praxis nicht immer möglich sein.
In solchen Fällen ersuchen wir Sie als Erstmaßnahme Ihren Hausarzt zu kontaktieren.


